WATER II

EINE ODE AN DAS MEER VON MORGAN MAASSEN

water II

Das Meer ist unberechenbar, geheimnisvoll und zieht einen in seinen Bann. Für Morgan Maassen ist es eine lebenslange Passion. Damit wären wir auch schon bei „Water II“, der atemberaubenden Fortsetzung seines Kurzfilms „Water“ aus dem Jahr 2014. Der Film wurde an sieben Orten gedreht – vor allem aber auf Tahiti. „Water II“ verzaubert fünf wundervolle abstrakte Minuten lang mit Wellen, die sich machtvoll erheben und am Riff brechen.

Wir haben uns mit Morgan über seinen Film, seine Inspiration und natürlich auch über seine Liebe zum Reisen unterhalten.

The ocean; it’s unpredictable, it’s captivating, it’s mysterious, and it’s friend and collaborator Morgan Maassen’s lifelong obsession. Which brings us to ‘Water II’, the eye-wateringly beautiful follow up to his 2014 film, ‘Water’. Filmed across seven locations, most notably, Tahiti, ‘Water II’ — all five delightful abstract minutes of it — documents the waves as they graciously form and inevitably collapse over the reef below.

This is what Morgan had to say about his film, his inspirations, and of course, his love of travel.

Dein Video „Water II“ ist einfach fantastisch. Was fasziniert dich so sehr am Wasser?

Dank meiner Familie und meiner Kindheit bin ich schon mein ganzes Leben lang mit dem Meer verbunden. Ich glaube, mein Bestreben, das Meer zu filmen, stammt größtenteils von dieser Faszination und Bewunderung. Mein Vater ist Fischer. Aber auch meine Mutter liebt das Meer. Einige meiner ersten Kindheitserinnerungen haben mit dem Meer zu tun ... Ich erinnere mich, wie ich den Strand entlang laufe, ein Bootsrennen am Kanal veranstalte und meine ersten Wellen mit dem Surfboard reite.

Was war deine kreative Absicht hinter „Water II“? Welche Gefühle soll dein Film in den Zuschauern wecken?

Mein erster Film, „Water“, war eine einfache Ode an das Meer und bestand aus vielen Aufnahmen, die im Zuge verschiedener Projekte entstanden sind. Ich wollte damit die Schönheit des Meeres zeigen und mich außerdem der Herausforderung stellen, einen Film darüber zu drehen. Bei der Fortsetzung „Water II“ bin ich viel strukturierter vorgegangen. Einerseits, weil ich möglichst tolle Bilder einfangen wollte, andererseits, um die Urgewalt des Meeres und seine Schönheit bestmöglich darzustellen.

Der Film wirkt sehr abstrakt und impulsiv. Gab es eine lange Vorbereitungszeit oder hat sich vieles davon spontan ergeben?

Ich habe einen Großteil meines Lebens damit verbracht, den Wind, das Wetter und den Wellengang zu studieren, und wie sich diese Faktoren auf verschiedene Orte auf der ganzen Welt auswirken. Dennoch muss ich zugeben, dass keine der „Water II“-Aufnahmen geplant war. Es gab zahlreiche Begegnungen mit Riffen, Tigerhaien, Seeläusen, Rippströmungen, Sturmböen sowie einige bange Minuten unter gewaltigen Wellen. Vieles hängt davon ab, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein, die Kamera bereit zu halten, das Meer zu lesen und das Beste aus dem verfügbaren Licht zu machen.

water II

Wie hast du angefangen? Wolltest du schon immer Fotograf/Filmemacher werden?

Als Kind wollte ich unbedingt Künstler werden. Daher habe ich in meiner Jugend eine Karriere als Grafik-Designer eingeschlagen. Das Reisen war jedoch meine wahre Leidenschaft und anstatt aufs Collage zu gehen, erkundete ich mit meinem Ersparten die Welt. Dabei habe ich auch die Fotografie für mich entdeckt. Meine ersten Versuche als Filmemacher unternahm ich als Teenager. Mein Vorstoß in die Reisefotografie hat den Wunsch in mir geweckt, Bilder zu meinem Beruf zu machen. Zehn Jahre später bin ich immer noch verblüfft, dass ich diesen Weg eingeschlagen habe.

Du konntest bereits tausende Fans auf Instagram für dich gewinnen. Ist das nach und nach passiert oder hattest du einen „TikTok“-Moment?

2014 habe ich den ersten Film „Water“ veröffentlicht und bin viel mit Kelly Slater und Stephanie Gilmore gereist. Außerdem habe ich auch einige Preise beim Red Bull Illume [einem Fotowettbewerb für Abenteuer- und Actionsportarten] in Hongkong gewonnen. Das war das erste Jahr, in dem ich mich ernsthaft mit meinem Instagram-Account zu beschäftigen begann. Davor nutzte ich die Plattform hauptsächlich für Hundefotos. Dadurch konnte ich zahlreiche Anhänger gewinnen und seither kommen kontinuierlich neue dazu.

Gibt es Momente, in denen du soziale Netzwerke eher als negativ empfindest?

Ich verbringe 99 % meiner Zeit mit Reisen und Erkundungstouren, dem Fotografieren und Filmen. Ich lebe also hauptsächlich in der echten Welt. Ich poste und teile nur meine Arbeit über Social-Media-Kanäle, nicht mein Privatleben. In meiner Branche werden beliebte Social-Media-Accounts mittlerweile nicht mehr nur als Medium angesehen, sondern fast schon als Institution. Ich habe manchmal den Eindruck, dass ich nicht alle Möglichkeiten vollständig ausnutze. Wenn man heutzutage nicht das volle Potenzial von Instagram ausschöpft, kommt es einem oft vor, als würde man sein Unternehmen vernachlässigen und Wachstums- und Vermarktungschancen verpassen.

Lou Stoppard x Pools

Du hast „Water II“ an insgesamt sieben Orten gedreht (Hawaii, Tahiti, Malediven, Barbados, Indonesien, Mexiko und Kalifornien). Welcher ist dir am besten im Erinnerung geblieben?

Tahiti ist der atemberaubendste Ort der Welt! Daher haben wir dort auch die meisten Aufnahmen gedreht. An einem Surfspot namens Teahupo’o, wo die Ausläufer der Berge bis ins Meer reichen. Am Fuße dieser Berge erlebt man so viele außergewöhnliche Momente. Etwa wenn man von einem Tigerhai umkreist wird oder auf einer Monsterwelle schwimmt! Man ist von der puren Schönheit der Natur umgeben. Es ist einfach atemberaubend.

Wir suchen immer nach neuen traumhaften Reisezielen. Jemand, der so oft und viel reist wie du, hat doch mit Sicherheit ein Lieblingsreiseziel, oder?

Barbados ist göttlich! Das Meer, die Leute, das Essen und der Dschungel sind einfach traumhaft. Ich durfte auch das Crop-Over Festival [ein dreimonatiges Festival, bei dem die Musik und Kultur von Barbados im Mittelpunkt stehen] live miterleben. Die gesamte Insel singt und tanzt – ein wahrlich einzigartiges kulturelles Ereignis.

Wo ich unbedingt noch hinreisen möchte, ist die Antarktis:Ich würde dort gerne die Tiere, Eisberge und Gletscher beobachten und dokumentieren. Ich liebe Eis, da es in so vielen unglaublichen Blautönen leuchtet!

Zu guter Letzt:Wie würdest du „Water II“ in drei Worten beschreiben?

Mir fallen nur die Worte ein, mit denen ich das Meer immer beschreibe:mächtig, geheimnisvoll, wunderschön.

Wenn Sie weitere atemberaubende Wasseraufnahmen und Filmclips von Morgan sehen wollen, folgen Sie ihm auf Instagram:@MorganMaassen. Darüber hinaus ist sein neuestes Video, in dem er sich gemeinsam mit seinem Vater mit den Auswirkungen von COVID-19 auf die Fischerei beschäftigt, auf seinem Vimeo-Kanal verfügbar:Vimeo .

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