UNSER WEG HIN ZU EINER CO2-NEGATIVEN MARKE

Schöner urlauben bedeutet mehr als nur Spaß zu haben

UNSER WEG HIN ZU EINER CO2-NEGATIVEN MARKE

Gerade jetzt ist es wichtiger denn je, schöner zu urlauben. Dabei geht es aber nicht nur um eine schöne Zeit mit Freunden und Familie, sondern auch darum, möglichst wenig Einfluss auf unsere Umwelt zu nehmen.

Wir wissen, dass unsere Produkte zum Klimawandel beitragen und dass es in unserer Verantwortung liegt, auf unseren Planeten zu achten. Daher haben wir in den letzten zwei Jahren Schritte unternommen, um unseren CO2-Ausstoß zu reduzieren.

Wir möchten jedoch mehr als nur klimaneutral sein. Unser Ziel ist es, eine CO2-negative Marke zu werden, d. h. unseren CO2-Ausstoß mithilfe von Blue-Carbon-Projekten und Investitionen in Gemeinschaften unter die von uns produzierten Emissionen zu senken. Diesen Prozess bezeichnet man als Klimakompensation.

Wir haben eine Partnerschaft mit SeaTrees geschlossen und uns mit dem Director of Sustainability, Brett Giddings, über die großartige Arbeit unterhalten, die er und sein Team leisten. Als Experte auf seinem Gebiet arbeitet Brett Giddings mit Unternehmen auf der ganzen Welt zusammen, um deren Nachhaltigkeit zu verbessern.

Was genau macht SeaTrees?

„Wir unterstützen Marken und Einzelpersonen dabei, Maßnahmen gegen den Klimawandel zu ergreifen. Wir konzentrieren uns dabei auf die Wiederherstellung und den Schutz von Küstenökosystemen: Mangrovenwäldern, Wassereinzugsgebieten und Kelpwäldern.“

Wie ist SeaTrees entstanden?

„SeaTrees ist ein Programm von Sustainable Surf, einer 2012 gegründeten Non-Profit-Organisation. Durch Surfen und Aktivitäten am und im Meer möchten wir Menschen dazu animieren, die Meere zu schützen. SeaTrees wurde 2019 ins Leben gerufen und ist ein wichtiger Bestandteil von Sustainable Surf.“

Wie genau funktioniert es?

„Der Ozean enthält 90 % des Kohlenstoffs im globalen Kohlenstoffkreislauf. SeaTrees möchte darauf aufmerksam machen, dass wir die Superkräfte des Meeres dazu nutzen sollten, um CO2 aus der Atmosphäre zu binden. Am besten gelingt dies durch die Wiederaufforstung von Mangrovenwäldern und den Schutz von Küstenökosystemen. Blue Carbon bedeutet genau das. Mangrovenwälder binden fünf bis zehn Mal mehr Kohlendioxid als ein tropischer Regenwald. Kelp ist ebenfalls sehr wirkungsvoll, da es genau wie die Pflanzen an Land Kohlendioxid zum Wachsen benötigt. Wenn Kelp wächst, brechen immer wieder Teile der Pflanzen ab. Wenn diese zum Meeresboden sinken, bleibt der Kohlenstoff dort dauerhaft gebunden.“

Pedro Bala: @surf.travel.explore
Können Sie uns mehr über die Partnerschaft zwischen SeaTrees und Orlebar Brown erzählen?

„Zuerst bestimmt Orlebar Brown seine CO2-Bilanz. Anschließend arbeiten wir gemeinsam daran, diese Bilanz auszugleichen. Dafür geben wir sogenannte SeaTrees Tokens aus. Für jede Tonne CO2, die das Unternehmen produziert, beziehen wir ein unabhängig verifiziertes CO2-Guthaben aus einem bestehenden Küsteneinzugsgebiet in Kambodscha. Darüber hinaus pflanzen wir neue Mangrovenwälder und forsten Kelpwälder wieder auf.“

Arbeiten Sie zum Schutz der Ökosysteme auch mit lokalen Gemeinschaften zusammen?

„Unser Ziel in Kambodscha besteht im Wesentlichen darin, den Einheimischen zu vermitteln, dass sie Geld damit verdienen können, die Wälder schützen – anstatt sie abzuholzen. Die geschützten Gebiete werden so auch für den Ökotourismus interessant. Unsere Projektmanager vor Ort haben sich für die Errichtung von Öko-Lodges eingesetzt. Mittlerweile gibt es dort alles, was das Herz begehrt – von Unterkünften für Rucksacktouristen bis hin zu hervorragenden Glamping-Möglichkeiten.

Dadurch schaffen wir nachhaltige, langfristige Beschäftigungsmöglichkeiten. In Indonesien forsten wir Mangrovenwälder auf und arbeiten dort mit der Nichtregierungsorganisation Eden Projects zusammen. Diese bildet die Einheimischen aus und bezahlt sie über einen Zeitraum von 10 bis 15 Jahren dafür, die Wälder zu schützen. In Südkalifornien haben zahlreiche Fischer ihre Arbeit verloren, da das dortige Ökosystem aus dem Gleichgewicht geraten ist. Diese arbeitslosen Fischer werden von unserem Partner, der Bay Foundation, angeheuert, um bei der Wiederherstellung des Ökosystems mitzuhelfen. Irgendwann können sie dann vielleicht wieder in diesem Gebiet fischen.“

Was versteht man unter Klimakompensation?

„Bei der Klimakompensation geht es nicht nur um den Ausgleich der Klimabilanz, sondern auch darum, die CO2-Konzentration wieder so weit zu senken, dass ein Leben auf unserem Planeten auch in Zukunft möglich ist. Wir wollen über Klimaneutralität hinausgehen – also mehr zurückzugeben, als wir nehmen.“

Wenn das Projekt abgeschlossen ist, erhält Orlebar Brown die Auszeichnung „Ocean Positive“. Was bedeutet das?

„Damit ein Unternehmen diese Auszeichnung erhält, muss zuerst eine Klimabilanz erstellt werden. Anschließend werden Maßnahmen ergriffen, um mehr CO2 zu binden, als produziert wird. Das Unternehmen muss also einen positiven Einfluss auf das Meer und die mit dem Meer verbundenen Lebewesen haben.“