ROB WYN YATES

Der Maler aus Suffolk, dessen Werke es bis nach Hollywood geschafft haben.

Orlebar Brown - Rob Wyn Yates
Rob Wyn Yates – Kunst aus Prismen

„Geometrie ist die Grundlage der Malerei“, sagte einst der deutsche Renaissance-Maler Albrecht Dürer. Auf Rob Wyn Yates trifft dies ganz besonders zu. Seine Acrylgemälde zeichnen sich durch einen räumlichen Realismus aus – mithilfe von Form und Farbe gelingen ihm dreidimensionale Darstellungen. Allerdings geht es nicht nur um das Gemälde an sich: Wyn Yates ist immer auf der Suche nach antiken Rahmen, die mit den Bildern harmonieren und ihre universelle Anziehungskraft verstärken. Auf diese Weise verleihen sie sowohl minimalistischen Interieurs als auch historischen Gebäuden eine Aura der Leichtigkeit.

ZUM START UNSERER SOMMERKOLLEKTION 2019 MIT EXKLUSIVEM ARTWORK VON ROB WYN YATES HABEN
WIR MIT DEM KÜNSTLER ÜBER SEINE INSPIRATIONEN, TRÄUME UND ZUKUNFTSPLÄNE GESPROCHEN.

Orlebar Brown - Rob Wyn Yates

Wann hat sich Ihr unverkennbarer Stil entwickelt?

Ich habe immer gemalt, doch im Laufe der Zeit hat sich mein Stil weiterentwickelt und es ergab sich ein roter Faden. Kontrast und Farbe, in Kombination mit Form und Schatten, haben immer dafür gesorgt, dass meine Arbeit ausbalanciert ist und sich weiterentwickelt.

Sie nutzen oftmals antike Rahmen für Ihre Gemälde. Woher stammt diese Idee?

Weshalb sollte der Rahmen bei einem Gemälde immer am Schluss kommen? Der Gesamteindruck ist oft viel kraftvoller als die Einzelteile. Ich wollte schon immer, dass zwischen beiden Komponenten eine Synergie entsteht. Dies rührt wahrscheinlich von einem Bild, das mir mein Pariser Großvater hinterlassen hat. Es hatte die perfekte Balance.

Was war der Ausgangspunkt für Ihre Designs für Orlebar Brown?

Ein gutes Briefing ist bei jedem kreativen Prozess der optimale Ausgangspunkt. Die Herausforderung ist dann gewesen, den Kompositionen durch Farbe und Form eine Balance zu verleihen. Mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden.

Orlebar Brown - Rob Wyn Yates
Rob Wyn Yates – spektrale Kunst

Können Sie einen typischen Tag in Ihrem Atelier beschreiben?

Ich bin gerade in ein neues Atelier gezogen, insofern gibt es noch keine typischen Abläufe. Das möchte ich auch gar nicht. Es regiert das Chaos, aber ganz langsam kehrt eine gewisse Ordnung ein. Eins ist klar: Ich liebe das!

Was wäre Ihr Traumauftrag?

Die Turbinenhalle der Tate Modern mit den Mitteln von Maßstab und Geometrie zu füllen und dann aus der Private View einen Nachtclub zu machen.

Wer oder was inspiriert Sie?

Ich hatte schon immer eine große Leidenschaft für Kunst, Design, Mode und Inneneinrichtung, aber letztendlich beginnt alles mit der Natur. Starke Kontraste und Farben haben mich seit jeher inspiriert – und die sind überall zu finden: im komplexen Gefieder eines Vogels, im Schatten eines Wolkenkratzers oder im Schnitt eines Kleidungsstücks.

Was gefällt Ihnen an Suffolk am besten?

So manches – die Mischung der Leute, Baden im Meer, die Leere, ohne dass man sich einsam fühlt, die Natur, das tolle Essen und natürlich das Latitude Festival.

Was bedeutet der Sommer für Sie?

Im Sommer habe ich Geburtstag (am 4. Juli), ich verbinde also viele glückliche Erinnerungen damit. Hilfreich ist, dass ich wirklich auf Sonne stehe und gerne im der freien Natur schwimme, besonders im Meer.

Haben Sie in letzter Zeit irgendwelche tollen Ausstellungen besucht?

Die Ausstellung Modern Couples im Barbican, Elizabeth Frink im Sainsbury Centre, Elizabethan Treasures in der National Portrait Gallery, Cedric Morris im The Garden Museum und Dior im V&A in London; eine bunte Mischung also.

Welches sind, weltweit betrachtet, Ihre Lieblingsgalerien?

Eine lange Liste von Galerien mit Malerei und dekorativer Kunst: Tate Modern in London, MoMA in New York, Peggy Guggenheim in Venedig, Kettle’s Yard in Cambridge, Pallant House in Chichester. Das V&A in London, Musee Rodin, Chahan Galerie und Galerie Van Der Straeten in Paris (meine frankophile Ader).

Was steht 2019 auf dem Programm? Haben Sie irgendwelche Reisen in Planung?

Ich möchte in mein neues Atelier einen Ausstellungsraum integrieren; der Ort eignet sich perfekt für eine Galerie. Zudem habe ich in naher Zukunft einige Ausstellungen, eine Einladung für die Biennale in Florenz und eine Künstlerresidenz in Madrid im September. Und dann renovieren Freunde ein Haus in Apulien – das werde ich im Sommer besuchen.

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