Good Wives & Warriors

Die Londoner Illustratorinnen Becky Bolton und Louise Chappell

Good Wives and Warriors

Für unsere FS19-Kollektion haben wir uns mit den Londoner Illustratorinnen Becky Bolton und Louise Chappell von Good Wives and Warriors zusammengeschlossen, deren preisgekrönte Arbeit namhafte internationale Kunden anzieht und bereits weltweit ausgestellt wurde.

Wir haben uns mit dem Duo getroffen, um mehr über ihren einzigartigen Stil zu erfahren.

Wie ist Good Wives & Warriors entstanden?

Wir haben uns kennengelernt und angefreundet, als wir beide an der Glasgow School of Art Malerei studierten. Nach unserem Abschluss haben wir gemeinsam einige Projekte umgesetzt und schließlich 2007 offiziell GWAW ins Leben gerufen.

Welche Geschichte steckt hinter dem Namen eurer Firma?

Wir haben lange überlegt, wie wir uns nennen sollten – einen passenden Namen zu finden, ist eine der größten Schwierigkeiten, wenn man eine Firma startet! Am Ende sind wir über die Bedeutung unserer eigenen Vornamen, Becky und Louise, auf „Good Wives and Warriors“ gekommen. Rebecca, die Langform von Becky, ist Hebräisch und bedeutet „gute Ehefrau“ (good wife). Louise kommt von Louis, dem Kriegerkönig (warrior king).

Könnt ihr uns verraten, wie ihr bei der Gestaltung eurer Designs vorgeht?

Wir arbeiten bei fast allen Aufträgen zusammen und beginnen meist mit einer umfangreichen visuellen Recherche. Meistens arbeiten wir von Hand und verwenden Stifte, Farben und für die Orlebar-Brown-Kollektion zudem Quink-Tinten, die wunderbar texturierte, fließende Linien ermöglichen. Anschließend wurden die Illustrationen gescannt und mithilfe von Photoshop farbig gestaltet. Wir verwenden gern eine Kombination aus traditionell angefertigten Zeichnungen und digitalen Kreativwerkzeugen.

Wir teilt ihr die Arbeit unter euch auf?

Wir achten immer darauf, dass wir beide etwa gleich viel zu der anfänglichen Zeichenphase eines Projekts beitragen, und teilen die Arbeit am Computer dann je nach unserer Arbeitsauslastung auf.

Verbergt ihr manchmal geheime Botschaften in euren Illustrationen?

Ja, es macht uns unglaublichen Spaß, kleine Sachen als Witz oder private Botschaften in unseren Bildern zu verstecken!

Was war bislang eure größte berufliche Herausforderung?

Jeder neue Job bringt seine ganz eigenen Herausforderungen mit sich. Zum Glück ähneln sich die Anweisungen, die wir bekommen, so gut wie nie, sodass sich die einzelnen Aufträge ganz unterschiedlich gestalten. Der Zeitrahmen ist oftmals eine Herausforderung, denn wir widmen uns jedem noch so kleinen Detail. Doch wir haben auch einige sehr großformatige Bilder auf Häuserwänden angefertigt und finden diese Art von Job eigentlich ganz einfach!

An welche Orte hat euch eure Arbeit schon geführt und was war für euch das Tolle daran?

Wir haben das Glück, dass uns unsere Arbeit immer wieder an fantastische Orte führt – meist, um großformatige Wandbilder anzufertigen. Vor ein paar Jahren sind wir dafür nach Brasilien gereist, das war wirklich super. Und wir haben eine Reihe von Wandbildern für eine Wohltätigkeitsorganisation in Kathmandu gemalt, das war auch eine wunderbare Erfahrung.

Was habt ihr auf Reisen immer im Gepäck?

Eine Auswahl kleiner Pinsel und unsere bewährte schwarze Farbe sind eigentlich bei jeder Arbeitsreise mit dabei.

Farbe oder Schwarzweiß?

Schwarzweiß ist einfacher, aber Farbe macht oft mehr Spaß!

Skizzenbuch oder MacBook?

Am liebsten arbeiten wir auf riesigen Wänden, aber bei der Auswahl ziehen wir wahrscheinlich das Skizzenbuch vor.

Strand oder Swimmingpool?

Wir sind liebend gern am Meer. Besonders, wenn es warm ist und die Sonne scheint – auch wenn ich zugeben muss, dass unser Strandspaziergang in Margate vor ein paar Wochen ebenfalls ganz angenehm und erfrischend war!

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