Ein Besuch im James-Bond-Archiv

Die Geschichten hinter dem legendären Artwork der James-Bond-Filme



Das James-Bond-Archiv versteckt sich in einer unauffälligen Ecke Londons. Kein Wunder – immerhin werden hier Devotionalen und Sammelartikel einer Filmfigur verwahrt, die für den Secret Service arbeitet.




Unter Ausschluss der Öffentlichkeit lud EON Productions uns dazu ein, einen Blick auf das Original-Artwork zu werfen, das wir für unsere Shorts der Exklusiv-Edition verwendet haben – bei einer Privatführung mit der leitenden Archivarin Meg Simmonds, die seit 1995 alles zusammenträgt, was mit Bond zu tun hat. Ob es sich um die Konzeptzeichnungen des Produktionsdesigners Ken Adams oder Blofelds goldenen SPECTRE-Ring handelt – das Archiv bietet einen vielfältigen und umfangreichen Einblick in die Bond-Filme, der von der Konzeption bis zur begeisterten Reaktion des Publikums reicht.


Zunächst einmal möchten wir uns unbedingt ein paar Kostüme anschauen. Also folgen wir Meg in einen Raum voller beschrifteter Archivschachteln mit Kleidungsstücken, die uns vor Ehrfurcht in den Flüsterton fallen lassen: der einreihige Anthony-Sinclair-Mantel, den Sean Connery in Dr. No getragen hat, Roger Moores blassgrüne Safari-Jacke aus Der Mann mit dem goldenen Colt, und sogar ein Paar unserer Setter shorts die Daniel Craig in Skyfall spazieren führte.


Orlebar Brown - James Bond | The Man With The Golden Gun

Diese Setter-Shorts markieren jedoch nicht den Anfang unserer Bond-Verbindung. Alles begann vor der Einführung von Orlebar Brown, als unser Gründer Adam Brown ein Bild von Sean Connery aus Feuerball an das erste Moodboard heftete. Auf diesem trägt er ein Paar blassblaue Shorts. Der perfekte Schnitt und der elegante Farbton wurden zum Inbegriff des Riviera-Stils, der wiederum zur Grundlage unserer körperbetont geschnittenen Badebekleidung und unser Resort-Mode wurde. Elf Jahre nach unserer Markteinführung schließt sich nun der Kreis der James-Bond-Inspiration. Bei dieser schlagkräftigen Partnerschaft treffen wir auf einen gleichgesinnten Wegbereiter in Sachen stylisher Herrenmode, mit dem wir einen Sinn für das britische Vermächtnis, für eine raffinierte männliche Ästhetik und für das Abenteuer teilen.


Orlebar Brown - James Bond | Dr. No

Im Raum, wo das Artwork präsentiert wird, werden uns die verschiedenen Materialen gezeigt, mit denen Dr. No beworben wurde, als der Film im Oktober 1962 in den britischen Kinos startete. Bei der ersten Leinwandadaption eines Bond-Romans von Ian Flemming wurde Mitchell Hooks für die Illustration eines Dr. No-Plakates engagiert, auf dem ein Anzug tragender Sean Connery eine rauchende Pistole mit Schalldämpfer in der Hand hält und von vier verführerischen Frauen umgarnt wird. Das britische Ankündigungsplakat war symbolbeladen und minimalistisch zugleich: ein Lippenstift und eine Pistolenkugel vor auffällig gelbem Hintergrund. „THE FIRST JAMES BOND FILM!“ ist in roter Schrift zu lesen – in kühner Vorahnung des immensen Erfolges der Serie. Wir bekommen die Ursprünge des 007-Pistolenlogos zu Gesicht, das später von Joseph Caroff in seine finale Form gebracht wurde.


Für die frühen James-Bond-Plakate wurden Stills aus dem Film verwendet, hinzu kamen Referenzfotos aus speziellen Shoots und die Vorstellungskraft des Künstlers, erklärt Meg Simmonds. So konnte der Künstler aus mehreren Komponenten ein Bild gestalten, das die Handlung des Films einfängt, ohne dabei vollständig akkurat sein zu müssen. Auf dem Bild, das wir für unsere „ Bulldog 007 Dr. No Shorts ausgewählt haben – und das ursprünglich für die Kinoposter zu Dr. No verwendet wurde – ist Bonds blaues Hemd orange eingefärbt. So sollte ein größerer Kontrast erzeugt werden, der Passanten stärker ins Auge fällt.

Eine der bemerkenswertesten Anekdoten in Zusammenhang mit Filmpostern, von denen wir bei unserem Besuch erfahren, ereignete sich, als David Hurn, ein britischer Dokumentarfotograph, Sean Connery für das Poster zu Liebesgrüße aus Moskau ablichtete. Die Vision des Presseagenten Tom Carlile wäre beinahe vereitelt worden, da sie vergessen hatten, Bonds klassische Waffe, eine Walther PPK, mitzubringen. Zufällig war Hurn im Besitz einer Walther-Luftpistole, also schlug er vor, diese als Platzhalter für die Musterfotos zu verwenden. Beim Plakatdesign dachten die Künstler Renato Fratini und Eric Pulford allerdings nicht daran, den Lauf zu kürzen, um somit das Aussehen einer Walther PKK zu imitieren. Dieser offenkundige Fehler sollte deshalb für immer Teil der Bond-Geschichte werden. Sean Connery hält die Pistole auf unseren „ Bulldog 007 You Only Live Twice Shorts und Roger Moore auf unseren Bulldog 007 Live and Let Die shorts.




Die Luftpistole mogelte sich sogar auf weitere Plakate zu Thunderball (1965) und Der Mann mit dem goldenen Colt (1974), obwohl im Film ganz andere Waffen verwendet wurden. Wie so oft war es die verblüffende Hintergrundgeschichte, welche die Pistole zu einer solch wertvollen Devotionalie gemacht hat. Deshalb ist sie auch nicht Teil des Archivs: 2001 wurde sie von Hurn für 14.100 £ verkauft, bevor sie 2010 bei Christies für eine unglaubliche Summe von 277.250 £ an einen anonymen Käufer wechselte.


Orlebar Brown - James Bond | Thunderball

Bond steht für technische Spielereien und ausgefuchste Apparate, die immer wesentlich zum schnittigen, visionären Charakter der Filme beigetragen haben. Die fiktionalen Unterwasserbomben-Träger und Schlitten aus Frank McCarthys Posterillustration zu Thunderball, die wir für unsere „ Bulldog 007 Thunderball Shorts verwendet haben, basieren auf speziell für diesen Film angefertigten und durch Spezialeffekte angereicherten Konzepten des gefeierten Produktionsdesigners Ken Adam.


Unsere Verbindung zu James Bond hat weiterhin Bestand: Wir bereichern das Archiv durch unsere Shorts der Exklusiv-Edition, die ab sofort Teil der ständig wachsenden Schatzsammlung ist. Jede Wette, dass mit dem Start des 25. Bond-Films im nächsten Jahr noch viele weitere Devotionalien hinzukommen werden. Wir sind schon sehr gespannt!


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